Die Zufallsgröße X kann die Werte 0, 1, 2 und 3 annehmen. Die Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung von X mit p1,p2[0;1].

Tabelle zu Teilaufgabe 3

Zeigen Sie, dass der Erwartungswert von X nicht größer als 2,2 sein kann.

(3 BE)

Lösung zu Teilaufgabe 3

 

Die Größe des Erwartungswerts der Zufallsgröße X ist von den beiden unbekannten Wahrscheinlichkeiten p1 und p2 abhängig. Um die möglichen Werte der Wahrscheinlichkeiten festlegen zu können, müssen zwei Bedingungen mit p1 und p2 formuliert werden.

 

Erwartungswert der Zufallsgröße X in Abhängigkeit von p1 und p2 bestimmen (erste Bedingung):

Erwartungswert einer Zufallsgröße

Ist X eine Zufallsgröße, deren mögliche Werte x1,x2,...,xn sind, dann gilt:

Erwartungswert μ einer Zufallsgröße X

μ=E(X)=i=1nxiP(X=xi)=x1P(X=x1)+x2P(X=x2)++xnP(X=xn)

Der Erwartungswert μ=E(X) gibt den Mittelwert einer Zufallsgröße X pro Versuch an, der bei sehr häufiger Durchführung eines Zufallsexperiments (auf lange Sicht) zu erwarten ist.

E(X)=0p1+1310+215+3p2=310+25+3p2=310+410+3p2=710+3p2

 

Die Summe der Wahrscheinlichkeiten P(X=k) ist gleich Eins (zweite Bedingung).

 

P(X=k)=1p1+310+15+p2=1p1+310+210+p2=1p1+12+p2=1|12p1+p2=12

 

Wahrscheinlichkeiten p1 und p2 für den größtmöglichen Erwartungswert der Zufallsgröße X festlegen:

Der Erwartungswert E(X)=710+3p2 ist am größten, wenn die Wahrscheinlichkeit p2 den größtmöglichen Wert annimmt.

 

E(X)=710+3p2p1+p2=12}p1=0;p2=12

 

Größtmöglichen Erwartungswert der Zufallsgröße X berechnen:

 

E(X)=710+312=710+32=710+1510=2210=2,2

 

Der Erwartungswert der Zufallsgröße X kann nicht größer als 2,2 sein.